Archiv für die Kategorie ‘Uncategorized’

Wieder da, wieder in London

April 20, 2009

So, hier bin ich mal wieder. Ich versuche jetzt oefter mal wieder was zu posten und ein paar Ereignisse nachzuholen (Mensch, mehr als ein Jahr seit dem letzten Beitrag…). Kurze Zusammenfassung: Ich habe das Angebot von Bloomberg angenommen, am 08. September dort angefangen, 2 Monate hartes Training hinter mir und bin jetzt in der Equity Gruppe, genauer Real-Time Pricing Apps. In Funktionen im Bloomberg Terminal ausgedrueckt arbeite ich mit an VWAP (Volume-Weighted Average Price), IMAP (Intraday Market Map), CIX (Custom Index Expressions) und ganz was neuem das auf einem Protoypen von mir aufbaut und jetzt zu einem richtigen Produkt wird.

Entgegen der ueblichen Reihenfolge habe ich die Diplomarbeit erst Anfang Dezember abgegeben, was ich mit dem Abschlussvortrag vor der AG verknuepft habe. Die eigentliche Arbeit daran konnte ich gluecklicherweise beenden bevor es nach London ging, doch ich musste noch einige Seiten ausformulieren und meine linguistischen Faehigkeiten sind, wie man sieht, nicht gerade ausserordentlich. Somit sind die letzten Monate des vergangenen Jahres mit einem Haufen Arbeit 7 Tage die Woche und einigen Depressionen verbunden gewesen, die sich aber an allen Fronten ausgezahlt haben. Beruflich bin ich genau dort gelandet wo ich hinwollte und die Abschlussnote auf dem Diplom ist die maximale Ausbeute von dem was ich mir zwei Jahre zuvor mal grob ausgerechnet hatte. Als naechstes kommt das Soziale dran :-D

Also, es gibt bald wieder was zu lesen, jedoch nichts ueber Sonne und Surfen…

“Ok, ich komme dann rueber zur NPD”

Januar 30, 2008

Dezember 2007

Andreas, einer von den Jungs mit denen ich seit dem ersten Semester jede Vorlesung besucht hatte, hat keine Zeit verloren und das Diplom mit 9 Semestern durchgezogen. Nur ein bis zwei Wochen nach Abgabe der Diplomarbeit fing er direkt bei sd&m in Offenbach an, was offiziell als Filiale Frankfurt gehandelt wird. Nachdem wir uns im Oktober kurz gesehen hatten wollte ich mal bei ihm vorbeischauen und mich erkundigen wie es so laeuft.

Mir war noch so ungefaehr in Erinnerung wo der gruene Pfeil bei Google Maps hingezeigt hat, also bin ich gegen 16:00 Richtung City Tower Offenbach gefahren. Doch die letzte Kreuzung war zu meiner Ueberraschung von der Polizei gesperrt. Nachdem ich einen Parkplatz in einer Seitenstrasse gefunden hatte, bin ich erst einmal Richtung Innenstadt gegangen. Auf den Strassen war kein Verkehr bis auf ca. 10 Streifenwagen, plus einem oder mehreren die regelmaessig patroulliert haben. Ich hoerte Rufe auf dem Weihnachtsmarkt, doch da hat nur jemand versucht seine Orangen loszuwerden; nichts besonderes hier. Ploetzlich rief Andreas an: “Folge einfach den Rufen, die NPD steht gerade vor meiner Tuer”. Das erklaerte einiges. Auf dem Weg zum ihm sah ich noch einmal mindestens 15 Streifenwagen in der entgegengesetzten Fahrtrichtung parken. Ein Blick in die Seitenstrasse hinein brachte irgendwie nicht viel, nur eine Kette von Polizisten in Kampfausruestung, die scheinbar die Demonstration in der Naehe von Andreas Wohnung begleiteten. Von Demonstranten war nicht das geringste zu sehen. Wegen der kleinen Demo waren Strassen abegriegelt, sogar ein Linienbus blieb vor der Bushaltestelle stehen, da er nicht weiterfahren durfte. Ansonsten war es ruhig, eine Strasse weiter hat man, bis auf die verstaerkte Polizeipraesenz, nichts gemerkt. Als ich im Dunkeln wieder gefahren bin, wurde zumindest eine Zufahrtsstrasse abgeriegelt. Und ich hatte mich auch noch verfahren…

Umzug von London

Januar 21, 2008

November 2007

In den letzten Jahren hat London einen rasanten Bevoelkerungsanstieg erfahren, was es schwer macht eine anstaendige Wohnung in angemessener Entfernung zum Zentrum zu finden. So haben in den letzten zehn Jahren die Hauspreise um 196% zugenommen womit die Stadt weltweit auf Platz 3 rangiert. Den ersten Platz hat sie bei den Bueromieten :-) . Bloomberg hat zwar eine paar moegliche Unterkuenfte zusammengestellt, doch waren dies stets Studentenwohnheime die bis spaetestens Mitte September wieder geraeumt sein mussten. Also hatte ich mich selbst auf die Suche begeben um nicht mittendrin umziehen zu muessen und war dadurch einen Mietvertrag von 6 Monaten eingegangen. Mitte Juni haben mich meine Eltern schon heruebergefahren, wodurch ich deutlich mehr Gepaeck mitnehmen konnte, das auch wieder abgeholt werden musste.

Im November sind wir ein weiteres Mal aufgebrochen um die restlichen Sachen mitzunehmen und die Wohnung in einem angemessenen Zustand dem Vermieter zu hinterlassen. Auf der Hinfahrt am Freitag haben wir die 10:00 Faehre um gerade einmal 5 Minuten wegen eines Staus bei Bruessel verpasst. Da wegen des Winterfahrplans bei Nofolk Lines die Faehre um 11:00 gestrichen ist mussten wir ganze zwei Stunden auf die naechste warten. In dem Warteraum war nur der Kaffeeautomat geoeffnet, das Bistro hat Freitag bis Sonntag geschlossen. Ach ja, an einem Automat konnte man sich ein Pizza ziehen und sie in der Mikrowelle nebendran warmmachen…

Am Abend haben wir uns mit meinem vorherigen Chef Jag zum Essen in Chinatown verabredet. Genauer gesagt war es ein paar Meter davon entfernt, aber nur von Chinesen besucht was ein gutes Zeichen ist. Bis auf die Abwicklung der Bestellung (wir haben etwas am Huehnchen geknabbert, das kurz danach zu einem anderen Tisch gebracht wurde…) war das Essen hervorragend und wir hatten einen sehr entspannten Abend gehabt.

Den Samstagvormittag haben wir mit Packen und Putzen verbracht und sind anschliessend zu Covent Garden / Leicester Square gefahren. Am Abend war ich noch mit Magali und ihrem Freund Jeff in Hampstead verabredet (Hinweis: stellt sicher ob es “Hampstead” oder “Hampstead Heath” ist!). Nach dem Pub sind wir in ein “orientalisches” Retaurant gegangen, das aber ziemlich chinesich war. Fuer mich sind das zwei unterschiedliche Begriffe, ich bin mir nicht sicher wie das normalerweise im deutschen Sprachgebrauch ist. Das Dim-Sum wird dort frisch zubereitet, aber der Kellner bietet einen kleinen Vorrat  in einer fahrbahren Warmhaltetheke an und praesentiert jedem Tisch die aktuelle Auswahl. Wir haben uns anschliessend jeweils eine Nudelsuppe bestellt, die grob gesagt aus Fleischstuecken und dicken Nudeln in einer Bruehe besteht. Waehrend man zuerst (versucht) die festen Bestandteile mit den Staebchen zu packen, wird der Rest ausgeschluerft oder vornehm mit einem Loeffel konsumiert. Die beliebte Kette Wagamama hat sich auf so etwas spezialisiert, aber mir ist der Laden zu ungemuetlich, obwohl diese Ungemuetlichkeit zum Esserlebnis gehoeren soll.

Der Sonnatg bestand nur aus der Rueckfahrt von London nach Dover und von dort aus mit der Faehre nach Dunkerque zurueck zum Kontinent. Es hat mich riesig gefreut wieder in London gewesen zu ein, die naechsten paar Monate werde ich wohl nicht zurueckkehren.

Oktoberfest

Dezember 16, 2007

Oktober 2007

Nachdem ich Anfang September zum Geburtstag meiner Eltern (und meines eigenen) dasletzte Mal in Deutschland gewesen bin stand ein weiteres grosses Ereignis an: das Oktoberfest auf den Theresienwiesen in Muenchen, oder kurz: Wies’n. Mein Bruder hat mich das Wochenende vorher in London besucht, dem ich die ueblichen Orte und ein paar Pubs gezeigt habe. Anmerkung: in einem Pub, was eher eine Bar war, habe ich das bisher teuerste Bier getrunken – importiert aus Australien mit einer Fuellmenge von 333ml und einem Preis von ueber 3,50 Pfund pro Stueck, ohne dass es geschmeckt hat…

Meine Mutter hat mich vom Muenchner Flughafen abgeholt, der eine sehr gute Anbindung zur Stadt ueber die S-Bahn hat. Eine Alternative waere Nuernberg gewesen mit einem geringfuegig laengerem Anfahrtweg und guenstigerem Ticket, aber ich schaetze der Zug faehrt nicht ganz so oft wie die S-Bahn. Mit meinem Vater bin ich zu den Wies’n aufgebrochen, wo wir uns mit einem “Geschaeftspartner” getroffen haben, der die Plaetze im Festzelt organisiert hatte. Mit etwas Glueck und ein paar guten Beziehungen bekommt man um die 10 Monate im Voraus noch etwas gebucht ;-) . Wegen Platzmangels entfiel die obligatorische Tasse Kaffe, inkl. Tasse, im Kaeferzelt und wir mussten uns mit 2 Weizen im Nymphenburgzelt begnuegen (Auflistungen der Zelte). Schon einmal ein guter Anfang. Nach einem Besuch beim Schichtl war es auch so weit das Hippodrom zu betreten, denn nach einer bestimmten Uhrzeit kommt man auch mit Reservierung nicht mehr rein. Bei solchen Reservierungen wird ein Verzehrgutschein aufgezwungen, der mit einer Platte Radi und Brezeln und einer anschliessenden Ente gut angelegt ist. Die Qualitaet ist sehr gut und bot eine Grundlage fuer die weiteren 3 Mass des abends. Unter dem Alkoholkonsum kann man sich auch erbarmen diverse Partylieder mitzugroehlen, die im nuechternen Zustand bei mir eher Suizidgedanken anregen. Es war ein sehr gelungener Abend.

Am naechsten Morgen ging es mir nicht ganz so gut und der Rueckweg war mir etwas entfallen. Trotz Bedenken mich auf der Strasse noch einmal uebergeben zu muessen habe ich die Innenstand etwas erkundet. Auf dem Viktualienmarkt gibt es mindestens drei Saftstaende, was genau das richtige in meiner Situation war. Gemaechlich bin ich dann zurueck zum Flughafen und nach Duesseldorf geflogen zum Umsteigen. Dieser Flughafen ist schon ein wenig sehenswert, vor allem hat in der riesigen, lang gezogenen Vorhalle ein Dame auf dem Klaiver gespielt, unterhalb des Starbucks Cafe. Das war ausserhalb der Sicherheitszone, was mir bei dem verspateten Flugzeug nichts gebracht hat. Den Duty Free Shop bin ich mindestens dreimal entlang gegangen. Gegen 22:00 war ich endlich wieder in Stansted gelandet und dank National Express gegen 23:00 wieder zu Hause in Golders Green.

Beim Oktoberfest hat mir etwas die formelle Hoeflichkeit gefehlt, wie ich es nenne. In London entschuldigt man sich wenn man angerempelt wird oder jemandem unabsichtlich den Weg versperrt. Man ist nicht wirklich hoeflich, sondern befolgt gewissen Sitten sich fuer jede Kleinigkeit zu entschuldigen, ausser vielleicht man schafft es gerade so den Kopf aus der schliessenden Tuer der ueberfuellten U-Bahn zu ziehen. Waehrend ich mich unter staendigem “Sorry” zur Toilette draengte, fand ich es ein wenig unfreundlich dass dies nicht erwidert wurde.

Es geht weiter

Dezember 16, 2007

Seit Mitte Oktober bin ich wieder zurueck in Deutschland. Dies ersten paar Wochen in Kaiserslautern sind mir ehrlich gesagt etwas schwer gefallen, der ganze Trubel ist auf einmal Weg, wesentlich weniger Leute sind unterwegs und eine Hauptstrasse kann auch mal leer sein. Ein paar Morgende in Folge wunderte ich mich warum so viele Leute an der Bushaltstelle warteten und nicht gleich zu Fuss zur Uni gehen, doch die rechte Strassenseite fuehrt in die Stadt. Das Ueberqueren der Strasse war nicht mehr ganz trivial, aber mit dem Auto ging es. Ein paar Mal wollte ich mich beim Verlassen eine Ausfahrt links einordnen, hatte es aber noch rechtzeitig gemerkt ;-) .

Es gibt noch ein paar Beitraege und Gedanken die ich loswerden moechte, es geht also weiter. Zudem moechte ich das Blog hier fortfuehren. So, stay tuned!

Zwischenbeitrag

September 15, 2007

In dem letzten Monat kam ich nicht so dazu Beiträge zu schreiben, die sich jetzt etwas aufgestaut haben. Ich versuche die in den nächsten Wochen noch loszuwerden.

Zwischendurch habe ich einen Link zu einem Kurzfilm vom Frightfest: Little Brats (Les Morveux). Das Ding ist etwas brutal und abartig, also nicht beschweren, daß ich nicht gewarnt habe ;-)

http://vids.myspace.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&VideoID=10798433 

Schäuble will gezielte Tötung ermöglichen

Juli 8, 2007

Obwohl das jetzt nicht zum Thema des Blogs paßt, möchte ich die Aufmerksam auf eine Meldung der Tagesschau und des Heiseverlags richten. Neben anderen wunderlichen Dingen wie der Aufhebung der Unschuldsvermutung (das heißt du bist grundsätzlich nicht unschuldig) soll der Staat künftig in der Lage sein, Terrorverdächtige gezielt zu töten.  Allgemein und unter der Berücksichtigung wie solche Verdächtigungen mittlerweile generiert werden finde ich das nicht gut.

Witzig finde ich den Gedanken, das als Staatsterrorismus zu bezeichnen und damit beißt sich die Katze in den Schwanz :-D .

Wer das verstanden hat: Dies ist kein Aufruf zur Tötung des derzeitigen Innenministers Wolfgang Schäuble oder sonst irgendeiner Person und ebenso wenig eine Sympathiebekundung für eine solche.

Eröffnung (nachgeholt)

Juni 20, 2007

Vor zwei Tagen, als ich die ersten Ergüsse eingestellt hatte, fehlte dieser obligatorische Eintrag.

Hallo!

Ich habe geöffnet.

Hier wird gepostet, was mir widerfährt und was ich interessant finde. Die Folgerung: vieles wird wahrscheinlich belanglos sein. Trotzdem werde ich mich freuen, wenn du ab und an mal vorbeischaust (ich sehe das an Hand der Stats!) und vielleicht einen Kommentar hinterläßt. Egal ob es bessergewußt ist (je besser um so besser) oder bloß ein Einfall zu dem Thema ist: Hinschreiben! Denn das ist Web 2.0 und du möchtest doch nicht von gestern sein, oder? Außerdem stellt es eine Bereicherung für die anderen Besucher dar.

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