Der Trend scheint zu sein, immer mehr Arbeit auf den Kuden abzuwaelzen was als Fortschritt und Kudenfreundlichkeit propagiert wird. So kann man bei dir DHL Pakete bei einer Packstation hinterlegen anstatt sie nach Hause schicken zu lassen oder beim naechsten Flug 24 Stunden vor dem Abflug schon im Internet einchecken bzw. aufgestellte Check-In Automaten nutzen. Letztere fand ich bei der Lufthansa in Frankfurt nicht sehr nuetzlich – zwar konnte ich mir, nach der Authentifizierung mit meine Kreditkarte, den Sitzplatz auf dem Bildschirm aussuchen, wurde aber am Ende aufgefordert die Tasche jetzt am Schalter abzugeben.
Manche Real-Filialen haben schon seit laengerem Selbstbedienungskassen aufgestellt, die sich mittlerweile auch mit Bargeld fuettern lassen. Spontan hatten wir uns entschlossen die einfach mal auzsuprobieren. Alle Taetigkeiten des Personals an der Kasse darf der Kunde hier selber an einer Einheit durchfuehren, die aus einem Kartenleser, dem Scanner und einer mehrfachen Tutenhalterung besteht. Nach der Sprachauswahl auf dem Touchscreen kann losgelegt werden. Dafuer entnimmt man einen Artikel aus dem Wagen, zieht ihn ueber den Scanner und plaziert ihn einer der Tueten nebendran. Das System sagt den Preis an, zeigt den bisherigen Kassenzettel an und unterbricht den Vorgang so lange bis der Artikel in der Tuete registriert ist.
Schon beim ersten Artikel, einer Packung Chips, hat diese Erkennung total versagt, wodurch wir permanent aufgfordert wurden sie endlich in die Tuete zu legen. Eine mehrfache Wiederholung dieser Handbewegung fuehrte zu keinem Erfolg, so dass eine Angestellte von ihrem Kontrollpult aus die Einheit korrigieren musste – fortan fuer jeden einzelnen Artikel! Die Bezahlung per EC-Karte hingegen hat problemlos funktioniert, das ist ja auch das wichtigste
. Von den vier Kassen wurde nun die dritte als nicht funktionstuechtig deklariert was laut der Angestellten nichts besonderes sei. Der Markt wollte diese Geraete von Anfang nicht haben, funktionierten nie anstandslos und werden sowieso wieder abgeschafft sobald das Globusschild draussen haengt.
Selbst wenn man als normaler Kunde irgendwann das Geschick entwickelt hat, stets zu wissen wo sich der Strichcode befindet und aehnlich effizient wie ein Angesteller an der Kassen scannen kann, spart das System nicht wirklich Zeit. Zum einen bleibt das Anstehen nicht erspart, zum anderen ist das System etwas traege durch die Kooperation mit dem Tuetenfeld, was zu Zwangspausen zwischen den einzelnen Scanvorgaengen fuehrt. Einen Vorteil gibt es aber: es bekommt niemand mit was ich kaufen, was durch Barzahlung perfekt gemacht wird (ohne Kundenkarte natuerlich).
Allerdings frage ich mich, wie der Tuetentest funkioniert, denn es scheint nicht so als seien ueberall RFID-Tags angebracht.
einzige Schnittstelle ist 