Archiv für die Kategorie ‘Technik’

Selbst kassieren bei Real

Februar 17, 2008

Der Trend scheint zu sein, immer mehr Arbeit auf den Kuden abzuwaelzen was als Fortschritt und Kudenfreundlichkeit propagiert wird. So kann man bei dir DHL Pakete bei einer Packstation hinterlegen anstatt sie nach Hause schicken zu lassen oder beim naechsten Flug 24 Stunden vor dem Abflug schon im Internet einchecken bzw. aufgestellte Check-In Automaten nutzen. Letztere fand ich bei der Lufthansa in Frankfurt nicht sehr nuetzlich – zwar konnte ich mir, nach der Authentifizierung mit meine Kreditkarte, den Sitzplatz auf dem Bildschirm aussuchen, wurde aber am Ende aufgefordert die Tasche jetzt am Schalter abzugeben.

Manche Real-Filialen haben schon seit laengerem Selbstbedienungskassen aufgestellt, die sich mittlerweile auch mit Bargeld fuettern lassen. Spontan hatten wir uns entschlossen die einfach mal auzsuprobieren. Alle Taetigkeiten des Personals an der Kasse darf der Kunde hier selber an einer Einheit durchfuehren, die aus einem Kartenleser, dem Scanner und einer mehrfachen Tutenhalterung besteht. Nach der Sprachauswahl auf dem Touchscreen kann losgelegt werden. Dafuer entnimmt man einen Artikel aus dem Wagen, zieht ihn ueber den Scanner und plaziert ihn einer der Tueten nebendran. Das System sagt den Preis an, zeigt den bisherigen Kassenzettel an und unterbricht den Vorgang so lange bis der Artikel in der Tuete registriert ist.

Schon beim ersten Artikel, einer Packung Chips, hat diese Erkennung total versagt, wodurch wir permanent aufgfordert wurden sie endlich in die Tuete zu legen. Eine mehrfache Wiederholung dieser Handbewegung fuehrte zu keinem Erfolg, so dass eine Angestellte von ihrem Kontrollpult aus die Einheit korrigieren musste – fortan fuer jeden einzelnen Artikel! Die Bezahlung per EC-Karte hingegen hat problemlos funktioniert, das ist ja auch das wichtigste ;-) . Von den vier Kassen wurde nun die dritte als nicht funktionstuechtig deklariert was laut der Angestellten nichts besonderes sei. Der Markt wollte diese Geraete von Anfang nicht haben, funktionierten nie anstandslos und werden sowieso wieder abgeschafft sobald das Globusschild draussen haengt.

Selbst wenn man als normaler Kunde irgendwann das Geschick entwickelt hat, stets zu wissen wo sich der Strichcode befindet und aehnlich effizient wie ein Angesteller an der Kassen scannen kann, spart das System nicht wirklich Zeit. Zum einen bleibt das Anstehen nicht erspart, zum anderen ist das System etwas traege durch die Kooperation mit dem Tuetenfeld, was zu Zwangspausen zwischen den einzelnen Scanvorgaengen fuehrt. Einen Vorteil gibt es aber: es bekommt niemand mit was ich kaufen, was durch Barzahlung perfekt gemacht wird (ohne Kundenkarte natuerlich).

Allerdings frage ich mich, wie der Tuetentest funkioniert, denn es scheint nicht so als seien ueberall RFID-Tags angebracht.

GPS-Logger von Globalsat

Februar 9, 2008

Wenn man hin und wieder zum Fotografieren unterwegs ist bietet es sich an, die gemachten Fotos zu Onlinediensten wie Flickr hochzuladen um sie auch anderen zeigen zu koennen. Neben Tags, Beschreibungen und Titeln (wobei ich die zwei letzteren sehr selten editiere) koennen die Fotos auch auf einer Weltkarte dargestellt werden. Dafuer muss natuerlich die Position irgendwo herkommen. Das manuelle Platzieren auf einer Karte ist, wenn man es moeglichst genau haben will ohne alle Bilder an einem Punkt abzulegen, sehr muehselig. Manchmal scheitert alleine die Suche nach dem besuchten Ort, wenn es z.B. irgendwo in einer Stadt oder, noch schlimmer, mitten auf dem Land war.

GPS ist, schon alleine wegen des militaerischen Ursprungs, das einzige auf der gesamten Erdoberflaeche verfuegbare Positionsbestimmungssystem – anders als das russische GLONASS, das nicht wirklich vorankommt, und Galileo, von dem neben mehrfachen Erklaerungen nicht klar ist ob es ueberhaupt irgendwann einsatzbereit sein wird.

Auf den Wikiseiten des (im weiteren Sinne) Open-Source Projektes OpenStreetMap, das sich zur Aufgabe gemacht hat die Erde unabhaengig von den zwei marktbeherschenden Unternehmen Navteq und TeleAtlas zu kartographieren, gibt es eine sehr umfassende Uebersicht an erhaeltlichen GPS-Geraeten. Nach ausfuehrlichem Vergleich habe ich mich fuer das Globalsat BT-335, dem Nachfolger des BT-338, entschieden, das auch die Nutzung mit meinem Mobiltelefon zulaesst.

Das Geraet enthaelt einen SiRFstar-III-Chipsatz, der als sehr genau gilt und von fuehrenden Anbietern von GPS-Geraeten verbaut wird. Als GPS Logger einzige Schnittstelle ist Bluetooth verfuegbar. Die Konfiguration erfolgt ueber eine mitgelieferte Software (Windows), worueber das Logintervall eingestellt, zusaetzliche Loginformationen (Hoehe, Geschwindigkeit) ein- bzw. ausgeschaltet und das Aussetzen des Loggings bei Unterschreitung einer bestimmten Geschwindigkeit oder Entfernung gesetzt werden kann. Zusaetzlich kann das Geraet als normale GPS-Maus verwendet werden, die GPS-Daten in Echtzeit an ein PDA oder Laptop zwecks Navigation weitergibt. Fotos lassen sich bequem mit dem ebenso beiliegenden Programm locr, von dem gleichnamigen Onlinedienst, mit Koordinaten im EXIF-Header annotieren. Da der Abgleich ueber die Uhrzeiten erfolgt, laesst sich eine Zeitkorrektur einstellen, dessen Effekt auf einer Karte direkt ueberprueft werden kann. Nebenbei: Obwohl die GPS-Zeit sich an UTC orientiert, gibt es eine Abweichung von ein paar Sekunden, da anders als bei UTC keine Schaltsekunden beachtet werden.

Ein Erfahrungsbericht erscheint noch.

Displayaustauch Nokia 9300

Februar 9, 2008

Es war einer dieser Naechte, in denen es eigentlich schon spaet genug war, ich aber nicht schlafen konnte. Nach eine halben Stunde hat es mir gereicht und bin aufgestanden um mir noch ein Video anzesehen. Auf dem Rueckweg bin ich auf mein Nokia 9300 getreten, das ueblicherweise neben dem Bett liegt, was das Display nicht so ganz vertragen hat. Beleuchtung war noch da – es wurde aber nichts mehr dargestellt, auch war der Akku nach kaum 24 Stunden Standby schon leer. Gluecklicherweise war nur das Aussendisplay beschaedigt und nicht das innere ;-) . Der lokale Nokialaden verlangt 40EUR fuer die Reparatur, in Onlinelaeden gibt es hingegen das Display allein fuer 20EUR plus Versand.

 

Nokia 9300 zerlegt

Um Wartezeiten zu verhindern und mal etwas basteln zu koennen habe ich beschlossen es selbst auszuwechseln. Das Frontcover laesst sich mit einem Druck auf das untere Ende leicht abheben, wonach der Torx T6 Schraubenzieher zum Entfernen der Schrauben in jeder Ecke zum Einsatz kommt. Ist das getan, laesst sich der obere Teil durch ein Einkerbung auf der rechten Seite anheben (inklusive Innendisplay, also Vorsicht). Links und rechts davon sind wieder zwei Klammern die man mit einem Schraubzieher leicht anheben muss, um die vordere Metallabdeckung zu entfernen. Schliesslich kommt man an das Display heran, das bloss eingelegt ist und durch den Stecker an der oeberen Seite fixiert ist. Das neue Display einzuklinken war kein Problem, so dass innerhalb von ein paar Minuten der Austausch abgeschlossen war.