Archiv für Dezember 2007

Volunteering

Dezember 17, 2007

August 2007

Bloomberg sieht sich der Gesellschaft gegenueber verpflichtet. Die Abteilung “Philanthropy” koordiniert die Bestrebungen in unterschiedlichen Bereichen, hauptsaechlich durch die Foerderung von Kultur (Serpentine Gallery und Tate Modern um nur einen Bruchteil der Aktivitaeten zu nennen) und das Volunteering. Sinn solcher Programme ist es sich nicht nur durch Geld bemerkbar zu machen, sondern auch durch die eigenen Mitarbeiter, die fuer gemeinnuetzige Arbeit freigestellt werden. Aehnliche Projekte sind das Foerdern von Fremdsprachen durch das Entsenden von Angestellten an oertliche Schulen. Auch von den Praktikanten wurde erwartet, sich zu mindestens zwei solcher Veranstaltungen anzumelden. Ich habe mich zweimal zum Malern eingetragen, obwohl ich kein einziges Mal einen Pinsel in der Hand hatte. In einer Grundschule wurden waehrend der Ferien die Klassenraeume neu gestrichen sowie die von diversen Postern stammenden Heftklammern aus den Waenden entfernt. Bei der zweiten Veranstaltung sollte ein Gemeinschaftszentrum neu gestrichen werden, das auch Theaterauffuehrungen durchfuehrt. Dort habe ich mit anderen auf R&D den Hof aufgeraeumt und gesaeubert.

Beide Male sind wir in der Umgebung von Bethnal Green unterwegs gewesen, wenn ich mich nicht irre. Die Arbeit erfolgte quasi in zwei Durchgaengen, einer vormittags und der andere nachmittags. Entsprechend stand ein Bus vor dem Gebaeude bereit, der neben Lunchpaketen auch T-Shirts mit der Aufschrift “Volunteer” befoerderte. Diese soll man waehrend der Aktion tragen und kann man anschliessen behalten – mein Mentor habe unzwischen 7 Stueck davon sammeln koennen. Nach dem Lunch wurden wir von einer Person vor Ort in die Arbeit eingewiesen und eingeteilt. Dabei kommt es nicht nur auf die Praesenz an, sondern es gibt auch eine Erwartung an das Ergbnis, was beim letzten Einsatz etwas in Hektik endete.

Man kann darueber streiten ob die Beauftragung eines entsprechendes Unternehmen mehr gebracht haette, aber hey, dann ist der ganze Sinn verloren. Zwar steht das Helfen im Vordergrund, aber jeder Angestellte soll selbst etwas davon spueren und mit anpacken, was auf beiden Seiten konkreter in Erscheinung tritt als nur Geld. Neben einem arbeitsfreien Nachmittag bin ich mit einem guten Gefuehl nach Hause gegangen selbst etwas sinnvolles geleistet zu haben.

T-Shirt Volunteer

Ein paar Bilder gibt es wieder bei Flickr. Leider sind sie nicht beonders geworden.

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Teamdinners

Dezember 16, 2007

September, Oktober 2007

In der Woche, in der die ersten Praktikanten Bloomberg wieder verlassen, war urspruenglich ein send-off Lunch geplant. Alle waren etwas enttaeuscht gewesen, dass es doch nicht zu Stande kam. Als Ersatz hat Christine aus R&D eine Ersatzveranstaltung fuer die Praktikanten in der Abteilung organisiert, zu der ein paar Mitarbeiter, hauptsaechlich Mentoren, mit eingeladen waren. Wir trafen uns im The Princess unweit vom Buero in der Paul Street :-) , was halb Pub und im oberen Stockwerk halb Restaurant ist. Das Dreigaengemenue, das man sich selbst zusammenstellen konnte, war hervorragend. Anschliessend sind wir noch zur Foundry in der Old Street auf ein paar Drinks gegangen, was sich mit der Zeit gelichtet hat. Ganz vertragen habe ich den abend auch nicht, die Ueberwachungskameras von Golders Green haben jetzt recht lustige Bilder von mir :-D

Jedem Team stehen im Jahr zwei Teamdinner zur Verfuegung. Das heisst das gesamte Team darf auf Firmenkosten speisen, mit dem Haken der American Express. Bloomberg vergibt ausschliesslich diese Kreditkarte, die leider von Restaurants kaum akzeptiert wird. Das gesamte Team “Batch Feeds”, bestehend aus Jag, Mark und seinen zwei Praktikanten Arnaud und mir, ist in einem netten franzoesischen Restaurant in der Gegend essen gewesen. Unser Mentor, Jag, hat sich am Ende mal den Zwischenstand der Rechnung geben lassen und noch ein paar Getraenke bestellt, schliesslich moechte man von dem Budget nichts verschenken.

Ich hatte das Glueck auch bei dem zweiten Dinner dabeizusein, das aus der gesamten Gruppe “Trading Systems” bestand zu dem um die 20 Leute eingeladen waren. Es war ein sehr geselliger Abend in einem chinesischen Restaurant mitten in China Town (zwischen Picadilly Circus und Leicester Square). Andere Gaeste haben sich spaeter an einen anderen Tisch gesetzt ;-) . Die Leute sind echt locker drauf und gehen auch mal aus sich heraus.

Oktoberfest

Dezember 16, 2007

Oktober 2007

Nachdem ich Anfang September zum Geburtstag meiner Eltern (und meines eigenen) dasletzte Mal in Deutschland gewesen bin stand ein weiteres grosses Ereignis an: das Oktoberfest auf den Theresienwiesen in Muenchen, oder kurz: Wies’n. Mein Bruder hat mich das Wochenende vorher in London besucht, dem ich die ueblichen Orte und ein paar Pubs gezeigt habe. Anmerkung: in einem Pub, was eher eine Bar war, habe ich das bisher teuerste Bier getrunken – importiert aus Australien mit einer Fuellmenge von 333ml und einem Preis von ueber 3,50 Pfund pro Stueck, ohne dass es geschmeckt hat…

Meine Mutter hat mich vom Muenchner Flughafen abgeholt, der eine sehr gute Anbindung zur Stadt ueber die S-Bahn hat. Eine Alternative waere Nuernberg gewesen mit einem geringfuegig laengerem Anfahrtweg und guenstigerem Ticket, aber ich schaetze der Zug faehrt nicht ganz so oft wie die S-Bahn. Mit meinem Vater bin ich zu den Wies’n aufgebrochen, wo wir uns mit einem “Geschaeftspartner” getroffen haben, der die Plaetze im Festzelt organisiert hatte. Mit etwas Glueck und ein paar guten Beziehungen bekommt man um die 10 Monate im Voraus noch etwas gebucht ;-) . Wegen Platzmangels entfiel die obligatorische Tasse Kaffe, inkl. Tasse, im Kaeferzelt und wir mussten uns mit 2 Weizen im Nymphenburgzelt begnuegen (Auflistungen der Zelte). Schon einmal ein guter Anfang. Nach einem Besuch beim Schichtl war es auch so weit das Hippodrom zu betreten, denn nach einer bestimmten Uhrzeit kommt man auch mit Reservierung nicht mehr rein. Bei solchen Reservierungen wird ein Verzehrgutschein aufgezwungen, der mit einer Platte Radi und Brezeln und einer anschliessenden Ente gut angelegt ist. Die Qualitaet ist sehr gut und bot eine Grundlage fuer die weiteren 3 Mass des abends. Unter dem Alkoholkonsum kann man sich auch erbarmen diverse Partylieder mitzugroehlen, die im nuechternen Zustand bei mir eher Suizidgedanken anregen. Es war ein sehr gelungener Abend.

Am naechsten Morgen ging es mir nicht ganz so gut und der Rueckweg war mir etwas entfallen. Trotz Bedenken mich auf der Strasse noch einmal uebergeben zu muessen habe ich die Innenstand etwas erkundet. Auf dem Viktualienmarkt gibt es mindestens drei Saftstaende, was genau das richtige in meiner Situation war. Gemaechlich bin ich dann zurueck zum Flughafen und nach Duesseldorf geflogen zum Umsteigen. Dieser Flughafen ist schon ein wenig sehenswert, vor allem hat in der riesigen, lang gezogenen Vorhalle ein Dame auf dem Klaiver gespielt, unterhalb des Starbucks Cafe. Das war ausserhalb der Sicherheitszone, was mir bei dem verspateten Flugzeug nichts gebracht hat. Den Duty Free Shop bin ich mindestens dreimal entlang gegangen. Gegen 22:00 war ich endlich wieder in Stansted gelandet und dank National Express gegen 23:00 wieder zu Hause in Golders Green.

Beim Oktoberfest hat mir etwas die formelle Hoeflichkeit gefehlt, wie ich es nenne. In London entschuldigt man sich wenn man angerempelt wird oder jemandem unabsichtlich den Weg versperrt. Man ist nicht wirklich hoeflich, sondern befolgt gewissen Sitten sich fuer jede Kleinigkeit zu entschuldigen, ausser vielleicht man schafft es gerade so den Kopf aus der schliessenden Tuer der ueberfuellten U-Bahn zu ziehen. Waehrend ich mich unter staendigem “Sorry” zur Toilette draengte, fand ich es ein wenig unfreundlich dass dies nicht erwidert wurde.

Es geht weiter

Dezember 16, 2007

Seit Mitte Oktober bin ich wieder zurueck in Deutschland. Dies ersten paar Wochen in Kaiserslautern sind mir ehrlich gesagt etwas schwer gefallen, der ganze Trubel ist auf einmal Weg, wesentlich weniger Leute sind unterwegs und eine Hauptstrasse kann auch mal leer sein. Ein paar Morgende in Folge wunderte ich mich warum so viele Leute an der Bushaltstelle warteten und nicht gleich zu Fuss zur Uni gehen, doch die rechte Strassenseite fuehrt in die Stadt. Das Ueberqueren der Strasse war nicht mehr ganz trivial, aber mit dem Auto ging es. Ein paar Mal wollte ich mich beim Verlassen eine Ausfahrt links einordnen, hatte es aber noch rechtzeitig gemerkt ;-) .

Es gibt noch ein paar Beitraege und Gedanken die ich loswerden moechte, es geht also weiter. Zudem moechte ich das Blog hier fortfuehren. So, stay tuned!