Ein Teil der U-Bahnlinien wird als public-private-Partnership (wie auf deutsch?) unter dem Namen Metronet betrieben. Da das Geld für den Betrieb und insbesondere Instandhaltung nicht ausreicht droht dem Konzern die Schließung und die Angestellten bangen um ihre Positionen. Da bei den Verhandlungen noch keine zufriedenstellenden Resultate erzielt worden waren, wurde ab letzte Woche Montag 18:00 ein Streik von geplanten 72 Stunden ausgerufen.
Das bedeutet 9 von 12 U-Bahnlinien sind vollständig außer Betrieb, wodurch 2 Millionen Pendler andere Wege (und Mittel) finden müssen um zur Arbeit und zurück zu kommen. Der Straßenverkehr war nahe dem Zusammenbruch, morgens sonst eher leere Busse waren überfüllt, die Fahrzeiten haben sich vervielfacht. Eine Praktikantin hat sonst der üblichen 40min ganze drei Stunden für den Heimweg gebraucht. Nach kurzfristigen Vereinbarungen wurde der Streik am Mittwochmorgen wieder aufgehoben, doch der Betrieb hat sich erst am Abend wieder völlig normalisiert.
Ich habe echtes Glück auf der Northern Line zu wohnen, die direkt zur Haltestelle beim Büro fährt. Meine Fahrten waren nicht im geringsten beeinträchtigt, es war komischerweise noch nicht einmal voller als sonst
. Von der ganzen Aktion habe ich nur den enormen Vekehr auf den Straßen vor dem Büro mitbekommen.