Tour de Franz
Die Zeit ist wieder gekommen in der man gemütlich vor dem Fernsehe Fahrradfahrern zusehen kann wie sie sich tagelang abstrampeln, vorausgesetzt man schläft dabei nicht ein
. Der Auftakt der Tour fand das erste Mal seit 1994 wieder in England statt, und zwar im Zentrum Londons. Die Eröffnungsveranstaltung auf dem Trafalgar Square am Freitag habe ich wegen eines Pubbesuch mit ein paar anderen Praktikanten – was etwas länger gedauert hat – verpaßt. Am Samstag fand am Nachmittag das Zeitfahren auf einer etwas weniger als 8km umfassenden Strecke statt, die auf der Rückseite der Horse Guards begann, über Westminster Abbey und einem kleinen Umweg zum Buckingham Palace führte. Von dort ging es an der Südseite des Hyde Parks weiter und nach einer Runde um den See wieder zurück nach Buckingham Palace und noch ein hundert Meter weiter auf der Mall. Da das englische und französische Wort für „Frankreich“ identisch geschrieben wird, kümmert auch keinen die unterschiedliche Aussprache.
Ich bin zuerst zur Südecke des Hyde Parks gefahren wo die Zuschauer gut gedrängt an der Strecke standen. Für ein attraktiveres Umfeld bin ich vor zum Buckingham Palace gelaufen, wo man ziemlich nah an der Strecke stehen konnte. Meine Versuche, die nacheinander vorbeikommenden Fahrer zu fotografieren sind kläglich gescheitert – eine Bekannte von mir kann das viel besser (und steht dafür auch nicht wie ich als spontaner Zuschauer herum). Es sind hinreichend Brücken errichtet gewesen, über die man die Strecke passieren konnte.
Anläßlich der Tour fand etwas außerhalb in Canada Water, fast in den Docklands, ein Volksfest mit Fahrgeschäften für Kinder, Essensbuden und Livemusik statt. Der Hot Dog den ich mir dort geholt habe sah wie eine Bratwurst aus, hat aber ekelhaft geschmeckt. Kein Ahnung was da drin war – ich gehe schon von Fleich aus… Die Besucher waren teilweise ziemlich gut ausgerüstet mit Campingstühlen und -tischen, Kühltaschen sowie ganzen Paletten Foster’s. Am nächsten Tag habe ich im Hyde Park vorbeigeschaut, wo das People’s Village über das Wochenende errichtet war. Neben zahlreichen Aktivitäten rund ums Fahrradfahrern (Geschicklichkeitsrennen für Kinder, Kräftmessen am Ergometer, Probefahren mit abgewandelten Zweiradtypen und Klickern) gab es Infostände und natürlich teilweise französische Essensstände
Nach dem Aufstehen hatte ich es auch gerade so zur erste Etappe geschafft. Sie startete in der Nähe des Trafalgar Square und ging nach der Tower Bridge südlich der Themse weiter. Bei der Haltestelle Bermondey habe ich noch locker einen Platz an der Straße gefunden und nach 15min war es auch schon so weit. Innerhalb von vielleicht 20sek war es auch schon wieder vorbei und es folgten nur noch Begleitfahrzeuge und einzelne zivile Radfahrer die aus Sympathie nebenher gefahren sind. Einerseits hat es etwas wenn der gesamte Pulk auf einmal vorbeizieht, aber zum Ende der Etappe hat man bestimmt mehr davon.





