Wieder da, wieder in London

April 20, 2009 von fesek

So, hier bin ich mal wieder. Ich versuche jetzt oefter mal wieder was zu posten und ein paar Ereignisse nachzuholen (Mensch, mehr als ein Jahr seit dem letzten Beitrag…). Kurze Zusammenfassung: Ich habe das Angebot von Bloomberg angenommen, am 08. September dort angefangen, 2 Monate hartes Training hinter mir und bin jetzt in der Equity Gruppe, genauer Real-Time Pricing Apps. In Funktionen im Bloomberg Terminal ausgedrueckt arbeite ich mit an VWAP (Volume-Weighted Average Price), IMAP (Intraday Market Map), CIX (Custom Index Expressions) und ganz was neuem das auf einem Protoypen von mir aufbaut und jetzt zu einem richtigen Produkt wird.

Entgegen der ueblichen Reihenfolge habe ich die Diplomarbeit erst Anfang Dezember abgegeben, was ich mit dem Abschlussvortrag vor der AG verknuepft habe. Die eigentliche Arbeit daran konnte ich gluecklicherweise beenden bevor es nach London ging, doch ich musste noch einige Seiten ausformulieren und meine linguistischen Faehigkeiten sind, wie man sieht, nicht gerade ausserordentlich. Somit sind die letzten Monate des vergangenen Jahres mit einem Haufen Arbeit 7 Tage die Woche und einigen Depressionen verbunden gewesen, die sich aber an allen Fronten ausgezahlt haben. Beruflich bin ich genau dort gelandet wo ich hinwollte und die Abschlussnote auf dem Diplom ist die maximale Ausbeute von dem was ich mir zwei Jahre zuvor mal grob ausgerechnet hatte. Als naechstes kommt das Soziale dran :-D

Also, es gibt bald wieder was zu lesen, jedoch nichts ueber Sonne und Surfen…

Selbst kassieren bei Real

Februar 17, 2008 von fesek

Der Trend scheint zu sein, immer mehr Arbeit auf den Kuden abzuwaelzen was als Fortschritt und Kudenfreundlichkeit propagiert wird. So kann man bei dir DHL Pakete bei einer Packstation hinterlegen anstatt sie nach Hause schicken zu lassen oder beim naechsten Flug 24 Stunden vor dem Abflug schon im Internet einchecken bzw. aufgestellte Check-In Automaten nutzen. Letztere fand ich bei der Lufthansa in Frankfurt nicht sehr nuetzlich – zwar konnte ich mir, nach der Authentifizierung mit meine Kreditkarte, den Sitzplatz auf dem Bildschirm aussuchen, wurde aber am Ende aufgefordert die Tasche jetzt am Schalter abzugeben.

Manche Real-Filialen haben schon seit laengerem Selbstbedienungskassen aufgestellt, die sich mittlerweile auch mit Bargeld fuettern lassen. Spontan hatten wir uns entschlossen die einfach mal auzsuprobieren. Alle Taetigkeiten des Personals an der Kasse darf der Kunde hier selber an einer Einheit durchfuehren, die aus einem Kartenleser, dem Scanner und einer mehrfachen Tutenhalterung besteht. Nach der Sprachauswahl auf dem Touchscreen kann losgelegt werden. Dafuer entnimmt man einen Artikel aus dem Wagen, zieht ihn ueber den Scanner und plaziert ihn einer der Tueten nebendran. Das System sagt den Preis an, zeigt den bisherigen Kassenzettel an und unterbricht den Vorgang so lange bis der Artikel in der Tuete registriert ist.

Schon beim ersten Artikel, einer Packung Chips, hat diese Erkennung total versagt, wodurch wir permanent aufgfordert wurden sie endlich in die Tuete zu legen. Eine mehrfache Wiederholung dieser Handbewegung fuehrte zu keinem Erfolg, so dass eine Angestellte von ihrem Kontrollpult aus die Einheit korrigieren musste – fortan fuer jeden einzelnen Artikel! Die Bezahlung per EC-Karte hingegen hat problemlos funktioniert, das ist ja auch das wichtigste ;-) . Von den vier Kassen wurde nun die dritte als nicht funktionstuechtig deklariert was laut der Angestellten nichts besonderes sei. Der Markt wollte diese Geraete von Anfang nicht haben, funktionierten nie anstandslos und werden sowieso wieder abgeschafft sobald das Globusschild draussen haengt.

Selbst wenn man als normaler Kunde irgendwann das Geschick entwickelt hat, stets zu wissen wo sich der Strichcode befindet und aehnlich effizient wie ein Angesteller an der Kassen scannen kann, spart das System nicht wirklich Zeit. Zum einen bleibt das Anstehen nicht erspart, zum anderen ist das System etwas traege durch die Kooperation mit dem Tuetenfeld, was zu Zwangspausen zwischen den einzelnen Scanvorgaengen fuehrt. Einen Vorteil gibt es aber: es bekommt niemand mit was ich kaufen, was durch Barzahlung perfekt gemacht wird (ohne Kundenkarte natuerlich).

Allerdings frage ich mich, wie der Tuetentest funkioniert, denn es scheint nicht so als seien ueberall RFID-Tags angebracht.

GPS-Logger von Globalsat

Februar 9, 2008 von fesek

Wenn man hin und wieder zum Fotografieren unterwegs ist bietet es sich an, die gemachten Fotos zu Onlinediensten wie Flickr hochzuladen um sie auch anderen zeigen zu koennen. Neben Tags, Beschreibungen und Titeln (wobei ich die zwei letzteren sehr selten editiere) koennen die Fotos auch auf einer Weltkarte dargestellt werden. Dafuer muss natuerlich die Position irgendwo herkommen. Das manuelle Platzieren auf einer Karte ist, wenn man es moeglichst genau haben will ohne alle Bilder an einem Punkt abzulegen, sehr muehselig. Manchmal scheitert alleine die Suche nach dem besuchten Ort, wenn es z.B. irgendwo in einer Stadt oder, noch schlimmer, mitten auf dem Land war.

GPS ist, schon alleine wegen des militaerischen Ursprungs, das einzige auf der gesamten Erdoberflaeche verfuegbare Positionsbestimmungssystem – anders als das russische GLONASS, das nicht wirklich vorankommt, und Galileo, von dem neben mehrfachen Erklaerungen nicht klar ist ob es ueberhaupt irgendwann einsatzbereit sein wird.

Auf den Wikiseiten des (im weiteren Sinne) Open-Source Projektes OpenStreetMap, das sich zur Aufgabe gemacht hat die Erde unabhaengig von den zwei marktbeherschenden Unternehmen Navteq und TeleAtlas zu kartographieren, gibt es eine sehr umfassende Uebersicht an erhaeltlichen GPS-Geraeten. Nach ausfuehrlichem Vergleich habe ich mich fuer das Globalsat BT-335, dem Nachfolger des BT-338, entschieden, das auch die Nutzung mit meinem Mobiltelefon zulaesst.

Das Geraet enthaelt einen SiRFstar-III-Chipsatz, der als sehr genau gilt und von fuehrenden Anbietern von GPS-Geraeten verbaut wird. Als GPS Logger einzige Schnittstelle ist Bluetooth verfuegbar. Die Konfiguration erfolgt ueber eine mitgelieferte Software (Windows), worueber das Logintervall eingestellt, zusaetzliche Loginformationen (Hoehe, Geschwindigkeit) ein- bzw. ausgeschaltet und das Aussetzen des Loggings bei Unterschreitung einer bestimmten Geschwindigkeit oder Entfernung gesetzt werden kann. Zusaetzlich kann das Geraet als normale GPS-Maus verwendet werden, die GPS-Daten in Echtzeit an ein PDA oder Laptop zwecks Navigation weitergibt. Fotos lassen sich bequem mit dem ebenso beiliegenden Programm locr, von dem gleichnamigen Onlinedienst, mit Koordinaten im EXIF-Header annotieren. Da der Abgleich ueber die Uhrzeiten erfolgt, laesst sich eine Zeitkorrektur einstellen, dessen Effekt auf einer Karte direkt ueberprueft werden kann. Nebenbei: Obwohl die GPS-Zeit sich an UTC orientiert, gibt es eine Abweichung von ein paar Sekunden, da anders als bei UTC keine Schaltsekunden beachtet werden.

Ein Erfahrungsbericht erscheint noch.

Displayaustauch Nokia 9300

Februar 9, 2008 von fesek

Es war einer dieser Naechte, in denen es eigentlich schon spaet genug war, ich aber nicht schlafen konnte. Nach eine halben Stunde hat es mir gereicht und bin aufgestanden um mir noch ein Video anzesehen. Auf dem Rueckweg bin ich auf mein Nokia 9300 getreten, das ueblicherweise neben dem Bett liegt, was das Display nicht so ganz vertragen hat. Beleuchtung war noch da – es wurde aber nichts mehr dargestellt, auch war der Akku nach kaum 24 Stunden Standby schon leer. Gluecklicherweise war nur das Aussendisplay beschaedigt und nicht das innere ;-) . Der lokale Nokialaden verlangt 40EUR fuer die Reparatur, in Onlinelaeden gibt es hingegen das Display allein fuer 20EUR plus Versand.

 

Nokia 9300 zerlegt

Um Wartezeiten zu verhindern und mal etwas basteln zu koennen habe ich beschlossen es selbst auszuwechseln. Das Frontcover laesst sich mit einem Druck auf das untere Ende leicht abheben, wonach der Torx T6 Schraubenzieher zum Entfernen der Schrauben in jeder Ecke zum Einsatz kommt. Ist das getan, laesst sich der obere Teil durch ein Einkerbung auf der rechten Seite anheben (inklusive Innendisplay, also Vorsicht). Links und rechts davon sind wieder zwei Klammern die man mit einem Schraubzieher leicht anheben muss, um die vordere Metallabdeckung zu entfernen. Schliesslich kommt man an das Display heran, das bloss eingelegt ist und durch den Stecker an der oeberen Seite fixiert ist. Das neue Display einzuklinken war kein Problem, so dass innerhalb von ein paar Minuten der Austausch abgeschlossen war.

Scarecrow Vampirzähne

Februar 2, 2008 von fesek

Der Londoner Stadtteil Camden, genauer gesagt das Gebiet um die U-Bahn-Haltestelle Camden Town herum, ist bekannt fuer seine Strassenmaerkte und Geschaefte, die hauptsaechlich T-Shirts, Schuhe und sonstige Bekleidung sowie Utensilien an Anhaenger der Metal bzw. Gothickultur verkaufen. Durch die dort anzutreffende, teils exzentrische, Kundschaft und der durch die Aussenreklame entstehenden Atmosphaere findet er Erwaehnung in vielen Reisefuehrern, was die vielen “normale” Besucher erklaert. Die Hauptstrasse entlang Richtung Haltestelle Belsize Park befindet sich ein Laden mit Halloween-Artikeln, bei dem ich gezielt nach Vampirzaehnen suchte. Neben billigen Plastikeinsaetzen gab es auch welche der Firma Scarecrow, die Fangzaehne in verschiedenen Laengen und sogar Farben anbietet.

Das Fangzaehne3 besondere ist das Einpassen der Zaehne auf sein eigenes Gebiss mit Hilfe der mitgelieferten Utensilien. In der Packung befinden sich vier Kapseln mit weissem Pulver, zwei Holzspatel, eine Fluessigkeit zum Tropfen sowie ein kleiner Behaelter zum Aufbewahren der Zaehne. Pro “Fang” wird eine Kapsel in den Behaelter entleert, fuenf Tropfen beigegeben und nach kurzem Vermischen mit dem Spatel das Innere gefuellt. Nachdem ich vorher die Handbewegung genug geuebt hatte scheiterte der erste Versuch an zu langem Ruehren. Die Masse war vor dem Befuellen schon zu fest gworden und hat die Form nicht mehr angenommen. Der naechste Versuch lief glatt. Der kritische Teil ist, den Zahn in einer Bewegung, ohne Wackeln und Korrektur, dort einzusetzen wo man ihn haben moechte. Nach fuenf Minuten ist das Haerten beendet; man soll sogar den Zahn entfernen damit er ueberhaupt wieder abgeht ;-) .

Nachdem Fangzaehne1 auch der zweite eingepasst war, ist mir der Sitz zu locker gewesen, denn durch die kleinste Bewegung waren sie wieder draussen. Also habe ich noch einmal die Haelfte des Pulvers genommen und den Vorgang wiederholt. Ich war zuerst besorgt, dass ich zu stark druecken und damit den Raum fuer die spaetere Haftung nehmen wuerde, aber alles lief gut. Nach dem Entfernen des ueberschuessigen Materials konnt es am naechsten Tag mit etwas Kunstblut losgehen :-D .

Der Vorgang hat bei mir eine Stunde gedauert, am nervigsten war die Vorbereitung, den Zahn mit einer Bewegung an die gewollte Stelle zu bekommen. Ich war am naechsten Tag aber angenehm ueberrascht.

Der Fangzaehne2 Sitz der Fangs ist sehr gut, koennen gleichzeitig aber leicht entfernt werden, den Mund kann ich vollstaendig schliessen und das Reden hat auch gut geklappt, wobei ich die erste Stunde alles wiederholen musste ;-) . Zum Trinken habe ich sie mehrmals entfernt, denn Rotwein etc. wuerden zu haesslichen Verfaerbungen fuehren. Auch ohne Spiegel war das Wiedereinsetzen ein Kinderspiel und der Halt wie vorher. Insgesamt trug ich sie durchgaengig fuer etwa 9 Stunden, mit Ausnahme von ein paar Getraenken. Ein kleiner Haken existiert jedoch, denn auch zwei Tage spaeter tut mir das Zahnfleisch oberhalb der Eckzaehne immer noch weh. Aber das ist es wert, denn es sieht gut aus und ich fuehle mich einfach wohl damit :-) .

“Ok, ich komme dann rueber zur NPD”

Januar 30, 2008 von fesek

Dezember 2007

Andreas, einer von den Jungs mit denen ich seit dem ersten Semester jede Vorlesung besucht hatte, hat keine Zeit verloren und das Diplom mit 9 Semestern durchgezogen. Nur ein bis zwei Wochen nach Abgabe der Diplomarbeit fing er direkt bei sd&m in Offenbach an, was offiziell als Filiale Frankfurt gehandelt wird. Nachdem wir uns im Oktober kurz gesehen hatten wollte ich mal bei ihm vorbeischauen und mich erkundigen wie es so laeuft.

Mir war noch so ungefaehr in Erinnerung wo der gruene Pfeil bei Google Maps hingezeigt hat, also bin ich gegen 16:00 Richtung City Tower Offenbach gefahren. Doch die letzte Kreuzung war zu meiner Ueberraschung von der Polizei gesperrt. Nachdem ich einen Parkplatz in einer Seitenstrasse gefunden hatte, bin ich erst einmal Richtung Innenstadt gegangen. Auf den Strassen war kein Verkehr bis auf ca. 10 Streifenwagen, plus einem oder mehreren die regelmaessig patroulliert haben. Ich hoerte Rufe auf dem Weihnachtsmarkt, doch da hat nur jemand versucht seine Orangen loszuwerden; nichts besonderes hier. Ploetzlich rief Andreas an: “Folge einfach den Rufen, die NPD steht gerade vor meiner Tuer”. Das erklaerte einiges. Auf dem Weg zum ihm sah ich noch einmal mindestens 15 Streifenwagen in der entgegengesetzten Fahrtrichtung parken. Ein Blick in die Seitenstrasse hinein brachte irgendwie nicht viel, nur eine Kette von Polizisten in Kampfausruestung, die scheinbar die Demonstration in der Naehe von Andreas Wohnung begleiteten. Von Demonstranten war nicht das geringste zu sehen. Wegen der kleinen Demo waren Strassen abegriegelt, sogar ein Linienbus blieb vor der Bushaltestelle stehen, da er nicht weiterfahren durfte. Ansonsten war es ruhig, eine Strasse weiter hat man, bis auf die verstaerkte Polizeipraesenz, nichts gemerkt. Als ich im Dunkeln wieder gefahren bin, wurde zumindest eine Zufahrtsstrasse abgeriegelt. Und ich hatte mich auch noch verfahren…

Velvets – Schwarzes Theater in Wiesbaden

Januar 28, 2008 von fesek

Dezember 2007

Vor ueber einem Jahr bin ich mit meinen Eltern im Mainzer Unterhaus bei Herbert Bonewitz gewesen – bekannt aus der Määnzer Fassenacht unter anderem als Prinz Bibi. Dabei stiess ich auf ein Faltblatt des Velvets, dem, nach eigenen Angaben, einzigen schwarzen Theater in Deutschland.

Im Dezember kam mir das wieder in Erinnerung und habe mir eine Karte fuer “Der kleine Prinz” besorgt. Das Theater befindet sich in Wiesbaden direkt gegenueber dem ESWE-Schwimmbad und sieht nach eine alten Lagerhalle aus. Die Einrichtung ist sehr einfach, erfuellt aber ihren Zweck. Der Erzaehler des Stuecks und die zugleich umrahmende Figur ist ein normaler Darsteller, waehrend der Rest (Prinz, Fuchs, Schlange, …) dem Stil des schwarzen Theaters folgt.

Das sieht grundsaetzlich folgendermassen aus. Die ansonsten voellig dunkle Buehne besitzt nur einen schmalen seitlich erhellten Lichtkorridor; dadurch ist alles dunkel bis auf die in dem Korridor befindlichen Objekte. Anstatt mit Marionetten zu arbeiten werden Puppen von schwarz gekleideten und vermummten Akteuren hinter diesem Lichtkorridors bewegt und sind selbst wegen des Helligkeitsunterschiedes nicht oder nur kaum sichtbar. Der Darsteller kann somit vor der Buehne bzw. in dem Lichtkorridor mit den Puppen agieren als wuerden sie sich von selbst bewegen.

Das Buehnenbild, insbesondere die Besuche der weiteren Planeten auf der Reise des Prinzen zur Erde, war sehr liebevoll gestaltet. Zwar wusste ich vorher nicht, was mich erwartet, aber die Vorstellung hat mich beeindruckt. Es ist auch ein paar Jaehrchen her, seit ich das letzte Mal mit der Erzaehlung konfrontiert wurde und erst in den letzten Jahren habe ich allgemein ein besseres Verstaendnis fuer solche Dinge entwickelt. Zu Beginn der Geschichte wird die unterschiedliche Denkweise von Kindern und Erwachsenen illustriert, was in etwas so geht. ‘Wenn man von einem neuen Spielkameraden berichtet kann man erzaehlen welche Augenfarbe er hat, welche Spiele er mag, wie sein Name ist usw. aber das sagt den Erwachsenen gar nichts. Erst wenn sie wissen wie alt erst, wieviele Geschwister er hat, wieviel sein Vater verdient usw. glauben sie wirklich ihn zu kennen.’

Das folgende karikiert die eben gemachte Aussage. Von Februar bis Mai finden gerade einmal 6 Vorstellungen statt: Der kleine Prinz, Die Zauberfloete und Der Zauberlehrling. Die von mir besuchte Vorstellung war ausverkauft und die Anzahl der Plaetze wird mit 100 angegeben. Den aktuellen Spielplan und weitere Informationen gibt es unter http://www.velvets-theater.de.

Umzug von London

Januar 21, 2008 von fesek

November 2007

In den letzten Jahren hat London einen rasanten Bevoelkerungsanstieg erfahren, was es schwer macht eine anstaendige Wohnung in angemessener Entfernung zum Zentrum zu finden. So haben in den letzten zehn Jahren die Hauspreise um 196% zugenommen womit die Stadt weltweit auf Platz 3 rangiert. Den ersten Platz hat sie bei den Bueromieten :-) . Bloomberg hat zwar eine paar moegliche Unterkuenfte zusammengestellt, doch waren dies stets Studentenwohnheime die bis spaetestens Mitte September wieder geraeumt sein mussten. Also hatte ich mich selbst auf die Suche begeben um nicht mittendrin umziehen zu muessen und war dadurch einen Mietvertrag von 6 Monaten eingegangen. Mitte Juni haben mich meine Eltern schon heruebergefahren, wodurch ich deutlich mehr Gepaeck mitnehmen konnte, das auch wieder abgeholt werden musste.

Im November sind wir ein weiteres Mal aufgebrochen um die restlichen Sachen mitzunehmen und die Wohnung in einem angemessenen Zustand dem Vermieter zu hinterlassen. Auf der Hinfahrt am Freitag haben wir die 10:00 Faehre um gerade einmal 5 Minuten wegen eines Staus bei Bruessel verpasst. Da wegen des Winterfahrplans bei Nofolk Lines die Faehre um 11:00 gestrichen ist mussten wir ganze zwei Stunden auf die naechste warten. In dem Warteraum war nur der Kaffeeautomat geoeffnet, das Bistro hat Freitag bis Sonntag geschlossen. Ach ja, an einem Automat konnte man sich ein Pizza ziehen und sie in der Mikrowelle nebendran warmmachen…

Am Abend haben wir uns mit meinem vorherigen Chef Jag zum Essen in Chinatown verabredet. Genauer gesagt war es ein paar Meter davon entfernt, aber nur von Chinesen besucht was ein gutes Zeichen ist. Bis auf die Abwicklung der Bestellung (wir haben etwas am Huehnchen geknabbert, das kurz danach zu einem anderen Tisch gebracht wurde…) war das Essen hervorragend und wir hatten einen sehr entspannten Abend gehabt.

Den Samstagvormittag haben wir mit Packen und Putzen verbracht und sind anschliessend zu Covent Garden / Leicester Square gefahren. Am Abend war ich noch mit Magali und ihrem Freund Jeff in Hampstead verabredet (Hinweis: stellt sicher ob es “Hampstead” oder “Hampstead Heath” ist!). Nach dem Pub sind wir in ein “orientalisches” Retaurant gegangen, das aber ziemlich chinesich war. Fuer mich sind das zwei unterschiedliche Begriffe, ich bin mir nicht sicher wie das normalerweise im deutschen Sprachgebrauch ist. Das Dim-Sum wird dort frisch zubereitet, aber der Kellner bietet einen kleinen Vorrat  in einer fahrbahren Warmhaltetheke an und praesentiert jedem Tisch die aktuelle Auswahl. Wir haben uns anschliessend jeweils eine Nudelsuppe bestellt, die grob gesagt aus Fleischstuecken und dicken Nudeln in einer Bruehe besteht. Waehrend man zuerst (versucht) die festen Bestandteile mit den Staebchen zu packen, wird der Rest ausgeschluerft oder vornehm mit einem Loeffel konsumiert. Die beliebte Kette Wagamama hat sich auf so etwas spezialisiert, aber mir ist der Laden zu ungemuetlich, obwohl diese Ungemuetlichkeit zum Esserlebnis gehoeren soll.

Der Sonnatg bestand nur aus der Rueckfahrt von London nach Dover und von dort aus mit der Faehre nach Dunkerque zurueck zum Kontinent. Es hat mich riesig gefreut wieder in London gewesen zu ein, die naechsten paar Monate werde ich wohl nicht zurueckkehren.

Heimkehr

Januar 20, 2008 von fesek

Oktober 2007

Meine Rueckkehr nach Deutschland ist ein wenig hektisch abgelaufen, denn ich habe einen Flug direkt nach meinem letzten Arbeitstag gebucht. Eigentlich hatte ich mir vorgestellt, noch mindesten eine Woche England zu erkunden, doch um mit meinem restlichen Studium im Zeitplan zu bleiben wollte ich so schnell wie moeglich ein Praktikum organisieren. Denn die Universitaet erwartet ein uni-internes Projekt oder ein Industriepraktikum, dessen Inhalt im voraus mit einem Praktikumsplan festgelegt und mit Wochenberichten des Prakitkanen begleitet wird. Da der genaue Ablauf bei Bloomberg nicht von Anfang an feststand und meine Aufgaben recht heterogen waren, wird es mir nicht anerkannt werden. Deshalb habe ich beim Deutschen Forschunszentrum fuer Kuenstliche Intelligenz (DFKI) und dem Fraunhofer Institut fir Experimentelles Software Engineering (IESE) nach einem solchen Prakitkum angefragt und direkt einen Termin fuer den nachfolgenden Montag vereinbart.

Vor dem Exitmeeting habe ich noch meinen restlichen halben Tag Urlaub genommen um schon einmal einen Umzugskarton nach Hause zu schicken. UPS und aehnliche erwarten, dass man den ganzen Tag anzutreffen ist und zum Buero wollte ich ihn auch nicht mitschleppen. Andererseits befand sich die Royal Mail im Streik, was mit beschraenkter Leistung und geschlossenen Filialen verbunden war. Das groesste abzusehende Problem war das Aufarbeiten der liegengebliebenen Post. Aber mein Post Office war geoeffnet und weitere Streiks, zumindest im Paketdienst, waren nicht vor der nachfolgenden Woche geplant. Da die Lieferung 2-3 Tage in Anspruch nimmt war das Paket bis dahin laengst ausser Landes.

Am Freitag habe ich noch die restlichen Sachen gepackt und bin am naechsten Morgen zum London City Airport aufgebrochen. Zum Glueck habe ich zuvor die Website der TFL ueberprueft, die ueber eine Teilstillegung der DLR-Strecke wegen Reparaturen berichtete. Zwar sind Ersatzbusse verkehrt, aber ich vertraue deren Fahrtzeit nicht. Anstatt also nach Bank und mit der DLR direkt durchzufahren, bin ich nach Straford und von dort mit dem Bus weiter, dabei zu allem Ueberfluss auch noch eine Haltestelle vor dem Flughaefen ausgestiegen. Auf dem restlichen Fussweg kamen doch einige Ersatzbusse von der DLR vorbei…

Weltkarte bei Flickr nicht immer sichtbar

Januar 15, 2008 von fesek

Edit 17.01.: Ich habe eine Antwort bekommen unter anderem mit der Empfehlung den Router neuzustarten. Auch ohne das zu tun treten seit heute die Probleme nicht mehr auf.

Mein vorheriger Beitrag ist in Fehlerbeschreibung nicht ganz korrekt. Die Anzeige der Weltkarte funktioniert nicht immer, was sich bei mir zwar auch wieder nach Betriebssystemen trennt (geht unter Windows, nicht unter Linux), bei anderen aber nicht so nachvollziehbar ist.

Wenn ich eingeloggt bin klappt alles. Wenn nicht und ich die Weltkarte aufrufe wird nichts angezeigt; das Wechseln der Optionen laesst die Karte zwar erscheinen, aber ohne Lage der Fotos. Andererseits funktioniert es wieder, wenn ich mir ein Foto ansehe und es dann in der Weltkarte darstellen lasse.

Bei einem Kollegen hat es mit Firefox unter Linux geklappt und auf einem anderen Rechner mit Firefox unter Windows nicht, also genau entgegengesetzt zu meinem System. Leider habe ich die entsprechenden Versionen nicht parat.